Informationen für Arbeitgeber

Personalabteilungen von Hochschulen und Stadtbibliotheken signalisieren für die kommenden Jahre einen erhöhten Fachkräftebedarf. Die Hochschulen reagieren mit der Bereitstellung von zusätzlichen Studienplätzen für regulär Studierende, bieten für FaMIs darüber hinaus einen berufsbegleitenden Studiengang an, in dem qualifizierte FaMIs mit und ohne Abitur Zugangsvoraussetzungen in dreieinhalb Jahren einen Bachelor-Abschluss „Informationsmanagement“ zugeschnitten auf die fachlichen Anforderungen in Wissenschaftlichen und Öffentlichen Bibliotheken erwerben können.

Die Studierenden zeichnen sich durch enorm hohe Leistungsbereitschaft, Motivation und Selbstmanagement aus. Die parallele Berufstätigkeit stellt allerdings nicht nur die Studierenden vor eine große Herausforderung. Auch die entsendenden Bibliotheken müssen mit den Studieninteressierten vorab zahlreiche Fragen klären. Die folgenden Tipps hierzu beruhen auf einer Befragung von Studierenden im Studiengang BIB zu finanzieller und organisatorischer Förderung durch die entsendenden Bibliotheken. Befragt wurden die Studienjahrgänge mit Studienstart 2015 – 2018, insgesamt 81 Studierende.

Konkrete Absprachen zwischen Studierenden und Personalverantwortlichen in Bibliotheken aber auch zwischen Personalverantwortlichen in Bibliotheken und Hochschulverwaltung bzw. Stadtverwaltung führen zu transparenten Absprachen, für die ergänzend auch Dienstvereinbarungen von den Studierenden empfohlen werden. Die Dienstvereinbarungen führen zu Rechtssicherheit bei der Gewährung von Freistellungen und bei evtl. Kostenübernahme. Auch die verbleibenden Kolleg*innen in den Bibliotheken profitieren von dieser konkreten Planung, da für die Studierenden die Arbeitsabläufe an den Präsenztagen evtl. umorganisiert und die verbleibenden Kolleg*innen hierfür Verständnis aufbringen müssen.

Das Bachelor-Studium führt im Gegensatz zur Ausbildung als Fachwirt*in zu einem akademischen Abschluss. Vorhandene Praxiserfahrungen der beschäftigten FaMIs und die Kenntnisse von innerbetrieblichen Verfahren werden von den fördernden Bibliotheken als Vorteil bei der Besetzung höher qualifizierter Stellen bewertet. Das Studium ist damit kein „Privatvergnügen“. Die vorab gewährte Förderung führt bereits im Verlauf des Studiums zu neuen Impulsen für die aktuellen Herausforderungen und sichert den Personalbedarf.

Studierende bewerten ihre Studienerfahrung in persönlicher und fachlicher Hinsicht sehr positiv.